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The Division 2 – Crafting

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Als Crafting, zu deutsch Anfertigung, bezeichnet man die Möglichkeit, einzelne Objekte wie Waffen-Mods und sogar komplette Ausrüstungen an einer speziellen Station herzustellen. In Tom Clancy’s The Division 2 fällt dieses Spielelement deutlich vielfältiger und zugänglicher aus, als im Vorgänger. Dem System wurde mehr Eigenständigkeit verpasst, es gibt weniger Überschneidungen mit dem Händlerangebot und sogar für das Endgame relevante Items, die nur durch Crafting erhältlich sein werden.

Die größte Neuerung ist sicher, dass die Crafting-Station mit dem Verlauf des Spiels aufgewertet werden muss, was die Anfertigung besserer Items überhaupt erst möglich macht. Sämtliche Blaupausen skalieren mit dem Spielverlauf und sind nicht mehr an ein Level gebunden. Diese Änderung gegenüber dem Vorgänger sorgt dafür, dass die Pläne immer relevant bleiben. So lassen sich zu Beginn nur Standard-Items (grün) anfertigen. Später dann spezialisierte (blau), überlegene (lila) und Highend-Items (gold). Mit dem Übergang ins Endgame samt seiner 5 Weltränge kann die Crafting-Station ebenfalls bis auf Weltrang-5-Niveau aufgerüstet werden, um Items mit entsprechenden Gear-Scores herstellen zu können.

Für die Herstellung von Objekten bedarf es unterschiedlicher Ressourcen und Materialien, die man in der offenen Welt findet. Diese sind deutlich vielfältiger im Vergleich zu The Division, was nicht nur dem Realismus zugute kommt; auch der Intuition wird ein Schub verpasst, wenn man logische Ressourcen für das Crafting bestimmter Objekte benötigt. Die Materialien liegen in unterschiedlichen Qualitäten vor. Je nachdem wie wertig das Objekt sein soll, dass man anfertigen möchte, benötigt man die Materialien in entsprechender Menge.

Eine deutlich größere Anzahl an Materialien heißt zugleich, dass man mehr sammeln muss. Ein offenes Auge für die Spielwelt und gute Plünderer-Fähigkeiten sind somit angesagt. Die Materialien findet man im Spiel durch das Plündern von Kisten oder Rucksäcken, gewinnt sie durch das Zerlegen von Ausstattungsobjekten und Waffen oder bekommt sie als Belohnung für den Abschluss zahlreicher Aktivitäten.

Blaupausen sind in The Division 2 nicht mehr charakterübergreifend. Besitzt man mit einem Charakter eine Blaupause für ein Objekt, das man auf einem anderen Charaktere besser gebrauchen könnte, muss man es nach der Herstellung über die Lagerkiste auf den anderen Charakter übertragen. Ob dies dauerhaft so bleiben wird, ist unklar. Die Entwickler sind an dieser Stelle offen für Veränderungen und The Division hat ja schon gezeigt, dass sich solche Dinge mit der Zeit ändern können.

Um Waffen, die via Crafting hergestellt wurden zu kennzeichnen, tragen sie stets „Replika“ oder „Improvisiert“ im Namen. So kann man auf einen Blick sehen, ob man das Item gefunden oder selbst gebastelt hat. Im Hinblick auf die Stats unterscheiden sich die hergestellten Waffen nicht von denen, die man als Loot in der Spielwelt findet; sie sind alle gleich gut oder schlecht.

Die Herstellung von Gear-Items beschränkt sich bis zum Endgame auf Exemplare, die keinem Marken-Set angehören. Im Gegensatz zum auffindbaren Loot, sind hochwertigere Items zwar ein wenig früher durch Crafting zu erhalten, dafür dann aber ohne die Boni der Marken-Sets. Erst mit Erreichen des Endgames lassen sich gezielt die einzelnen Ausstattungsobjekte einer jeden Marke herstellen.

Dann benötigt man zusätzlich zu den regulären Materialien auch entsprechende Highend-Materialien des jeweiligen Sets. Jedes Set-Item, das im Endgame zerlegt wird, kann solche Ressourcen abwerfen und auch durch Spielaktivitäten kann man Marken-Set-Materialien erhalten. Ähnlich verhält es sich mit Highend-Blaupausen. Sie erhält man abermals aus den unterschiedlichsten Quellen. Das können wöchentliche Projekte, Endgame-Missionen und andere Aktivitäten sein.

Die Zugänglichkeit zum Crafting steigt weiterhin dank einer permanenten Freischaltung der Waffen-Mods. Einmal gebaut, können die Mods jederzeit an beliebig vielen Waffen angebracht werden. Zudem benötigen sie keinen Platz mehr im Inventar und besitzen feste Werte. Fertigkeiten-Mods lassen sich ebenfalls herstellen. Allerdings lässt sich nur der jeweilige Skill auswählen. Welche Mod am Ende dabei entsteht, ist dem Zufall überlassen. Es kann also gut sein, dass man jede Menge Material verschwenden muss, um an die eine gewünschte Skill-Mod zu gelangen.

Die eigentliche Herstellung von Items geht – vorausgesetzt man hat genug Materialien – flott von der Hand. Blaupause auswählen, Knöpfchen drücken, fertig. Die erzeugten Objekte lassen sich direkt nach der Herstellung mit der aktuellen Ausstattung vergleichen und – sofern unbrauchbar – zerstören.


Rekalibrierung

Die Rekalibrierung in The Division 2 unterscheidet sich stark vom System des Vorgängers. Dort war es möglich, ein Talent oder Attribut so lange neu zu rollen, bis man hatte, was man wollte. Ein langatmiges System, das das eigentliche Spiel untergräbt, da man trotz Zufall irgendwann bekommt, was man will. Beim Zufall soll es bleiben, doch wird er in Teil 2 völlig anders eingesetzt.

Besitzt man ein Ausstattungsobjekt oder eine Waffe, wovon ein Attribut oder Talent geändert werden soll, ist das ohne Weiteres nicht mehr möglich. Stattdessen gilt es ein anderes Objekt vom gleichen Typ zu finden, das über jenes Attribut oder Talent verfügt. Dieses kann man dann zur Rekalibrierung verwenden. Dabei wird das Wunsch-Atribut bzw. Wunsch-Talent vom zweiten Item entfernt, wodurch dieses zerstört wird und auf das ausgewählte Objekt übertragen.

Ein Beispiel: Man besitzt eine Highend-Weste vom Richter & Kaiser Marken-Set und eines ihrer Attribute lautet „+5% Quatsch mit Soße“. Dieses würde man aber liebend gerne durch das Attribut „+10% Mega-Geilomat“ ersetzen. Dann muss eine beliebige andere Weste mit diesem Attribut gefunden werden. Die Weste muss dabei nicht zwangsläufig eine Highend-Version sein. Hat man sie gefunden, kann sie für die Rekalibrierung genutzt werden. Während des Übertragsungsprozesses wird das Attribut „+10% Mega-Geilomat“ auf das Highend-Modell des Richter & Kaiser Marken-Sets übertragen, wo es fortan das ungeliebte Attribut „+5% Quatsch mit Soße“ ersetzt. Weste Nummer 2 wird dabei zerstört; das ist der Preis der Rekalibrierung.

Bei den Waffen verhält es sich hinsichtlich der Talente ähnlich. Das zu ersetzende Talent kann allerdings nur durch ein anderes Talent derselben Kategorie ausgetauscht werden. Auch kann pro Ausstattungsobjekt nur ein Attribut oder Talent ersetzt werden. Alle anderen Attribute und Talente werden dann für die Rekalibrierung gesperrt.

Dank dieser erweiterten Rekalibrierung sind alle Objekte auf die ein oder andere Art nützlich. Denn egal ob ein Item mit niedrigerer Qualität, schlechteren Werten oder von der falschen Marke droppt, es kann immer noch dazu genutzt werden, ein nicht ganz perfektes Item zu perfektionieren. Eine Optimierungsstation, mit der man alle Werte eines Items bis zu ihrem Limit verbessern kann, wird es zum Start von The Division 2 nicht geben.


Materialien

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