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Massive will mindestens eine 90er Wertung

MetaCritic

David Polfeldt möchte nicht, dass sein Team mit The Division einfach nur passable Wertungen auf Metacritic einfährt. Ganz im Gegenteil. Er möchte erstklassige Qualitätsarbeit abliefern und damit im Rampenlicht stehen. Dies verrät ein abermals neuer Ausschnitt aus dem Interview mit dem Examiner.

Polfeldt gibt an, dass man bei Massive Entertainment sehr engstirnig sei, jedoch im positiven Sinne. Jeder im Team arbeite hart daran, dieselben hochgesteckten Ziele zu erreichen. Managing Director Polfeldt dazu im Detail:

Ich glaube, manchmal sind wir eine sehr engstirnige Gruppe. Wenn ich das sage, meine ich damit, dass die meisten Leute, die wir einstellen extrem daran interessiert sind, Dinge gut zu tun, eine hohe Qualität zu erreichen. Wenn wir etwas tun, soll es großartig sein und das ist nur eine Leidenschaft, die wir untereinander teilen.

Ich denke wirklich, man könnte uns niemals um die Entwicklung eines Spiel bitten und sagen, dass es reicht eine 70 auf Metacritic zu erreichen, um damit ein nettes Geschäft zu machen. Ich denke es gibt niemanden bei Massive, der sich damit anfreunden könnte. Wir sind nur daran interessiert eine 90 oder mehr zu erreichen. Das war unser Ziel seit Beginn der Entwicklung und das ist es noch immer. Wenn ich engstirnig sage, meine ich damit, dass wir dieses eine Ziel schon immer hatten und immer haben werden. Es wird interessant dieses Ziel zu erreichen, vor allem, da wir nun die [größte Aufmerksamkeit] genießen. Es ist schwierig, weil die anderen, die Spiele machen, einfach so gut sind. Wir stellen uns den Besten, so viel ist sicher.

PC-Erfahrung leicht auf Konsolen realisierbar

Massive: PC-Erfahrung leicht auf Konsolen realisierbar

Geht es nach Massive Entertainments Managing Director David Polfeldt, ist eine Hardcore-PC-Erfahrung auf den Next-Gen Konsolen PlayStation 4 und Xbox ONE leicht realisierbar. Abermals entnehmen wir diese Aussage Polfeldt’s Interview mit dem Examiner.

Laut Massive sind Next-Gen Konsolen und PCs auf demselben Niveau. Wie lange das Verhältnis so bleiben wird und ob es tatsächlich der Fall ist, muss sich zwar noch zeigen, doch die Schweden sind mit dieser Einstellung nicht allein. Polfeldt ist der festen Überzeugung, dass man die hochwertige PC-Erfahrung eins zu eins auf die Konsolen bringen kann:

Ich denke, diese Konsolen-Generation (Xbox ONE & PS4) ist nun auf einem Level mit dem PC. Die Übertragung der einstigen Hardcore-PC-Erfahrung auf die aktuellen Konsolen, ist absolut im Bereich des Möglichen und einfach zu bewerkstelligen.

Das macht das Ganze noch interessanter. Man hat die soziale Ebene und die Konnektivität. Die Leute haben bereits vergessen, dass die PlayStation 2 üblicherweise nicht mit dem Internet verbunden war. Innerhalb nur einer Generation hat sich die Landschaft komplett gewandelt.

Mit dem Wissen, welches Entwicklerteams nun haben und aufgrund der ähnlichen Architekturen von Next-Gen Konsolen und PC, ist diese Denkweise durchaus nachvollziehbar. Wir sind uns jedenfalls sicher, Massive wird mit The Division das Maximum aus allen Systemen herausholen.

Polfeldt: „Die Verschiebung von Watch Dogs ist ein gutes Zeichen für The Division“

Watch Dogs wichtig für The Division

Die Kollegen des Examiner veröffentlichten nun einen weiteren Teil ihres Interviews mit David Polfeldt, Managing Director von Massive Entertainment. Im Bezug auf die Verschiebung von Watch Dogs auf das Frühjahr 2014 sieht er eine Chance für The Division.

Nachdem Ubisofts nächster Actionkracher Watch Dogs ursprünglich ein Launchtitel für die neue Konsolengeneration werden sollte, wurde das Openworld-Spiel kurz vor dem geplanten Release auf Mai diesen Jahres verschoben. Die zusätzliche Zeit wurde jedoch nicht dafür genutzt, um weitere Features in das Spiel zu integrieren, sondern um das Spiel bestmöglich zu optimieren und zu polieren. Die Entscheidung Ubisoft’s wirke sich laut Polfeldt auch auf die Entwicklung von The Division aus:

Es ist für uns als Entwicklerstudio von großer Bedeutung zu wissen, dass der Publisher bereit ist, diesen Schritt zu gehen und [die Watch Dogs-Verschiebung] war ein riesiger Schritt. Ich glaube ihr Aktienkurs fiel um 25 Prozent, als die Verschiebung bekannt gegeben wurde. Es braucht viel Mut, so einen Tag hinter sich zu bringen und weiterhin davon überzeugt zu sein, dass es eine gute Entscheidung war.

Für uns als Entwicklerstudio ist es eine wichtige Nachricht, dass die Führungsetage hinter unseren Zielen steht, die nötig sind, damit das Spiel großartig wird. Das ist das ultimative Endziel und es ist Millionen Mal besser, wenn es rechtzeitig erreicht wird; aber wenn es zur Wahl zwischen Zeit und Qualität kommt, wird Qualität immer gewinnen.

Leider gibt es wahrlich mehr als genug Publisher, die ihre Entwicklerteams auf einen fixen Termin festnageln. Dass Ubisoft die Qualität eines ausgereifeten Spiels in den Vordergrund stellt und somit nicht in diese Kategorie zu fallen vermag, klingt schon fast zu schön um wahr zu sein.

Hoffen wir, dass man auch den talentierten Schweden genügend Zeit für The Division geben wird. Oder ist die Unterstützung durch Reflections und Red Storm Entertainment etwa ein komplett gegenteiliges Anzeichen? Bösen Zungen mögen behaupten, Massive bekäme die Unterstützung nur, damit ein Release in 2014 weiterhin im Bereich des Möglichen bleibe. Was denkt ihr? Meinungen bitte in die Kommentare und unser Forum!

The Division: besser statt größer

Besser statt größer

Auch wenn The Division mit dem detailgetreu nachgebauten New York einen umfangreichen Schauplatz bietet, möchten die Entwickler von Massive Entertainment die Dinge besser und nicht zwingend größer machen. Um dieses Ziel zu erreichen, entschied man sich auch, die hauseigene Snowdrop Engine zu kreieren. Dies verrät ein neues Q&A auf der offiziellen Community-Seite.

Die Erwartungen an die Next-Gen Konsolen seien sehr hoch, was eine erhöhte Arbeitsbelastung, erweiterte Teamgrößen und größere Budgets bedeutet. Das hat Massive jedoch vorausgeahnt und versucht, die Entwicklung zu überdenken, inklusive der Art und Weise wie man die eigene 3D-Engine nutzt:

Als ein relativ kleines Team mussten wir ebenfalls einen effizienten Weg finden, ein High-Quality-AAA-Spiel zu produzieren, während wir unserer Entwicklerkultur treu blieben. Wir haben den gesamten Entwicklungsverlauf neu ausgewertet, wobei wir uns darauf fokussiert haben, die Dinge besser und nicht größer zu machen. Letztendlich war die intelligenteste Antwort darauf, die Snowdrop-Engine zu erschaffen.

Tolle Spiele wichtiger als Umsatz

Tolle Spiele wichtiger als Umsatz

Laut David Polfeldt, Managing Director bei Massive Entertainment, geht es selbst bei teuren Produktionen nicht ausschließlich um den Umsatz. Für ihn zähle auch die Produktqualität. Dann würde der Umsatz von allein kommen. Eine Aussage, der ein Großteil der Spielerschaft sicherlich zustimmen wird.

Der Next-Gen Titel The Division dürfte sicherlich eine große Stange Geld kosten und muss nach Release dementsprechend viel Umsatz abwerfen. Im Gespräch mit Examiner erläuterte Polfeldt, dass Profitorientierung nicht zwingend im Widerspruch mit guter Produktqualität stehen muss.

Entweder sprechen wir darüber, wie wir Geld mit unseren Videospielen verdienen, oder wie wir möglichst gute Spiele kreieren. Für mich geht es ausschließlich um tolle Spiele, denn wenn du eine spannende, immersive Geschichte erzählst, lässt sich damit Geld verdienen. Dies ist vor tausend Jahren nicht anders gewesen und würde auch heute noch funktionieren. Es ist ein Modell, das sich bewährt hat. Die richtige Strategie für mich persönlich ist, ein tolles Produkt abzuliefern. Daran glaube ich.

Eine mutige Aussage, die hoffentlich so in die Tat umgesetzt wird. Oftmals ist es jedoch der Publisher, welcher dem Entwicklerteam einen Strich durch die Rechnung macht und den Release eines Titels fast schon diktiert, worunter am Ende oftmals die Qualität leidet. Hoffen wir das Beste für The Division.