Beiträge abgelegt unter: Free2Play

The Division: Details zu den Mikrotransaktionen

Details zu den Mikrotransaktionen in The Division

Die Absage an ein Free2Play-Modell ist so gut wie sicher, doch Mikrotransaktionen sind weiterhin im Gespräch und offenbar auch fest geplant. Ein mit Massive’s David Polfeldt während der E3 geführtes Interview der Kollegen von Gamespot offenbart nun neue Details zu den oftmals ungeliebten Transaktionen, die in Falle von The Division sinnvoll eingesetzt werden sollen. Interessantes Detail: Noch im April war sich Polfeldt nicht sicher, ob Mikrotransaktionen überhaupt zu The Division passen würden.

Wir möchten einen fairen Handel und faire Transaktionen. Wir möchten unseren Spielern Dinge anbieten, deren Wert man förmlich fühlen kann. So lange dies der Fall ist, man damit offen umgeht und ganz klar kommuniziert „das ist der Preis und das bekommst du dafür“, denke ich, kann man jegliche Art von Transaktion im Spiel umsetzen. Was mir Angst macht ist manipulierender Handel bei dem man vorgibt, es sei eine kostenlose Erfahrung, man aber tatsächlich nie die Absicht hatte, diesen Inhalt kostenlos zur Verfügung zu stellen. Man sagt es nur um die Aufmerksamkeit der Spieler zu erhaschen. Die Absicht ist die Leute zahlen zu lassen. Und das ist denke ich der Punkt, an dem es ein ethisches Problem mit Free2Play-Spielen gibt. Geld für Inhalte zu verlangen ist an sich fair; ich habe kein Problem damit. Wir wollen kein Pay2Win, aber wir machen uns Gedanken darüber, wie wir Dinge implementieren können, die euch Zeit ersparen oder mehr Komfort bieten. Zusätzliche Slots für die Go Bag [das Inventar] wären eine denkbare Möglichkeit für alle, die jederzeit die komplette Ausrüstung mit sich tragen wollen. Vielleicht ist es nicht besonders praktisch, aber es gibt dir auch keinen wirklichen Vorteil gegenüber anderen Spielern. Einige Dinge im Spiel benötigen Zeit und die möchten manche Spieler nicht investieren;  sie wollen eine Abkürzung. Also sehen wir uns solche Arten von Handel an.

Sehr beruhigend ist die Absicht, kein Pay2Win-Spiel aus The Division machen zu wollen. Ob und wie sich diese Mikrotransaktionen letztlich wirklich ins Spielgeschehen einfügen werden, bleibt abzuwarten. Gleichzeitig nutzte Polfeldt die Gelegenheit, uns einen kleinen Teaser für die kommenden Monate mit auf den Weg zu geben:

[The Division ist] ein sehr ambitioniertes Spiel. Wir heben uns viele der interessantesten Aspekte für später auf. Es gibt genügend aufregende Dinge im Spiel, die wir auf der diesjährigen E3 nicht gezeigt haben. Es kommt noch vieles auf euch zu.

Massive über Mikrotransaktionen & Free2Play

Massive über Free2Play und Mikrotransaktionen

Aktuell nimmt die Zahl an Free2Play-Titeln mit Mikrotransaktionen stetig zu. Auch im Falle von The Division sorgten sie bereits für Gesprächsstoff, doch eine Entscheidung über das Zahlungsmodell ist bislang nicht gefallen. In einem weiteren Teil des Interviews unserer Kollegen vom Examiner mit David Polfeldt, erfahren wir mehr über die Einstellung von Massive Entertainment gegenüber Free2Play und Mikrotransaktionen und atmen etwas auf.

Auf der einen Seite stehen die bei Spielern größtenteils unbeliebten Mikrotransaktionen, wie wir sie vor allem von Free2Play-Titeln kennen; auf der anderen Seite die immer mehr an Akzeptanz gewinnenden DLCs, welche vor einigen Jahren die klassischen Addons ablösten. Ob man sie mag oder nicht, aber insbesondere die Mikrotransaktionen sind ein für Publisher lukratives Zahlungsmodell, welches uns wohl noch lange und in immer größeren Umfang begleiten wird.

Polfeldt hingegen ist sich nicht sicher, ob diese Mini-Zahlungen zu der Art von Spiel, welches The Division werden soll, überhaupt passen:

Ich bin definitiv kein Experte auf diesem Gebiet; ich meine, ich bin ein wenig von der alten Schule. Ich mag große Triple-A Entertainment Produkte. Ich bin ziemlich eingefahren was meine Sichtweise auf Spiele und die Art von Spielen, die ich selbst gerne spiele, angeht. Ich bin mir sicher, dass sich jeder in unserer Branche das Thema Free2Play und Mikrotransaktionen ziemlich genau angesehen hat. Handys, App-Stores; da gibt es eine Menge Dinge, die interessant sind. Sie zeigen die Macht interaktiven Entertainments. [Die Möglichkeiten] sind offensichtlich sehr vielfältiger als ich es mir vor 10 Jahren vorgestellt hätte.

So erreichen wir auf verschiedenen Wegen die unterschiedlichsten Zielgruppen. Ich kann jedoch nicht abschätzen wie viel davon Teil der klassischen AAA-Titel werden wird. Um ehrlich zu sein, ich bin mir nicht mal sicher, ob dieses Modell überhaupt dazu passt. Einige Free2Play-Mechaniken mögen sich perfekt für gewisse Arten von Spielen eignen, aber vielleicht nicht zu AAA-Produktionen, für die man schon im Vorfeld [einen Vollpreis] gezahlt hat.

Eine Absage an das Free2Play-Modell bei The Division ist das freilich nicht, doch es ist in gewisser Weise beruhigend, dass Massive auch nicht ganz so begeistert von diesem Modell ist. Allerdings dürfte Ubisoft das letzte Wort haben, wenn es um die Entscheidung geht. Und ein lukratives Geschäftsmodell stellen die Mikrotransaktionen allemal dar.

Nun ist eure Meinung gefragt: Was wäre das Zahlungsmodell eurer Wahl? Buy2Play, Free2Play oder doch ein monatliches Abo? Verratet es uns in den Kommentaren oder im Forum!

The Division voraussichtlich kein Free2Play

Bezahlmodell

Noch ist unklar, mit welchem Zahlungsmodell The Division erscheinen wird. Was viele befürchteten, wurde nun offiziell so gut wie ausgeschlossen. Soll es nach Ubisoft-Boss Yves Guillemot gehen, wird The Division kein Free2Play Titel. Ein Glück, artet dieses Modell doch allzu oft in Pay2Win aus.

Das alteingesessene Abo-Modell wird von den Herstellern, aber auch immer mehr Spielern immer weniger gerne gesehen. Möglich wäre es zwar, ist jedoch unwahrscheinlich. Alternativ könnte das Buy2Play Modell zum Einsatz kommen, wie etwa bei Guild Wars 2 oder dem ähnlich gelagerten Defiance. Dazu würde auch Guillemots Aussage passen, dass man sich durchaus den ein oder anderen Punkt aus dem Free2Play-Bereich ansehe, womit Item-Shops und Mikrotransaktionen gemeint sein könnten – in Kombination mit einem zu zahlenden Vollpreis, aber keinen monatlichen Gebühren. Als Bestätigung will das der CEO aber auch nicht verstanden wissen.