The Division 2 erscheint ohne politische Statements

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Tom Clancy’s The Division 2 spielt im Zentrum der politischen Macht der USA. Doch Ubisoft CEO Yves Guillemot gab zu verstehen, dass man keine vorgefertigten, politischen Statements in die eigenen Spiele integrieren möchte. In einem Interview sprach Alf Condelius, seines Zeichens COO bei Massive, nun sogar davon, dass es schlecht für das Geschäft sei, wenn Entwickler ihre politische Meinung in ihre Produkte integrieren.

In The Division 2 reisen wir in die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika, Washington D.C.. Die perfekte Bühne für politische Themen in einem Videospiel, müsste man meinen. Doch daraus wird wohl nichts. Schon im Juli erklärte Guillemot, dass der französische Publisher die Spieler zwar zum Nachdenken anregen möchte, aber nicht daran interessiert ist, eine vorgefertigte Botschaft zu übermitteln. Alf Condelius ging im Interview mit Gamesindustry.biz noch einen Schritt weiter und sieht politische Meinungen in Spielen als geschäftsschädigend an.

Es ist ein Balanceakt, da wir nicht offen politisch in unseren Spielen sein können. The Division zum Beispiel erzählt von einer dystopischen Zukunft und es gibt eine Menge Interpretationen, laut denen es unsere Sichtweise sei, wie wir die Gesellschaft und das, worauf sie sich zubewegt, sehen würden. Aber das ist nicht der Fall – es ist eine Fantasie. Es ist ein Universum und eine Spielwelt, die wir für Leute erschaffen haben, um herauszufinden, wie man ein guter Mensch in einer langsam zerfallenden Welt sein kann. Aber die Leute sehen gerne Politik darin und wir distanzieren uns von diesen Interpretationen so weit es geht, da wir keine Stellung zu der aktuellen Politik nehmen wollen.

Es ist leider auch schlecht für das Geschäft, wenn ihr die ehrliche Wahrheit wollt. Aber es ist interessant und eine fortwährende Diskussion, die wir […] mit unseren Nutzern haben, da die Leute natürlich eine Interpretation in das Universum packen wollen, das wir erschaffen und sie wollen ihre eigene Realität in den Fantasien sehen, die wir ihnen geben und in den Geschichten, die die Spiele liefern. – Alf Condelius

Durch die Vermeidung jeglicher politischer Äußerungen kann das Studio Interpretationsspielräume offenlassen, so Condelius, was für Spiele wie The Division wichtig ist, in denen Spieler unzählige Stunden verbringen und ihre eigenen Geschichten erleben. Eines dürfte damit klar sein. Die Entwickler stimmen wenig verwunderlich den Ansichten ihres CEO zu und auch The Division 2 wird ohne politische Ansichten in den Regalen landen. Doch können Spiele wirklich eine Kunstform sein, wenn man offensichtlich Angst vor politischen Aussagen hat? Diese Frage stellte Gamesindustry.biz auch Condelius. Laut Massive’s COO schon, denn „Kunst muss nicht so geradlinig“ und „keine politische Kampagne“ sein.

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1 Kommentar

  1. Iroc 18. Oktober 2018, 12:47 Uhr

    Wir werden schon genug mit politischem Zeug zugeballert, leider sogar im Sport. Da braucht man das nicht auch noch beim Zocken. Betreutes Denken ist hier unerwünscht!

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