Sah The Division auf PS4 absichtlich schlechter aus?

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Tom Clancy’s The Division war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ein grafischer Hingucker auf allen Plattformen. Doch sollten sich die Behauptungen eines Brancheninsiders bewahrheiten, hätte das Spiel zum Release im März 2016 auf Sony’s PlayStation 4 deutlich besser aussehen können. Ein fragwürdiger Deal mit Microsoft soll dies verhindert haben.

Eigentlich ist der Artikel von VG247 nur eine weitere Reportage zum Thema Grafik-Downgrades. Allerdings sorgt eine ganz bestimmte Aussage nun für Aufregung. Meist ist das Herunterschrauben der grafischen Qualität eine Folge technischer Limitierungen und zu hoch gesteckter Ambitionen während der Entwicklung. Im Falle von The Division soll eine sehr zweifelhafte Absprache zwischen Publisher und Konsolenhersteller dazu geführt haben.

Schon Wochen vor Release wurde bekannt, dass Ubisoft und Microsoft eine strategische Partnerschaft abgeschlossen hatten. Microsoft rührt die Werbetrommel für das Spiel zusammen mit seiner Konsole, der Xbox One. Dafür sollten die ersten beiden DLCs – Untergrund und Überleben – mit einer 30-tägigen Zeitexklusivität zugunsten der Xbox One erscheinen.

Doch der Brancheninsider, der der Redaktion von VG247 als Quelle zur Seite stand, will noch von einer weiteren Absprache zwischen Ubisoft und Microsoft wissen. Demnach durfte die PlayStation-4-Version unter keinen Umständen besser aussehen, als die Version für die Xbox One. Microsoft habe darauf bestanden, dass die Versionen bestenfalls die gleiche grafische Qualität bieten. Dabei war die PS4 die deutlich potentere Konsole. Auflösung, Bildwiederholrate und die Dichte der Assets hätten auf Sony’s Konsole höher ausfallen können. Um Probleme mit Microsoft zu vermeiden, soll man davon jedoch abgesehen haben.

Gelegentlich muss das [grafische] Niveau von Spielen gleichauf liegen; deshalb mindert man die Qualität. Im Falle von The Division hatte die Xbox einen Deal mit Ubisoft, und ein Teil dieser Vereinbarung bestand darin, sicherzustellen, dass die PS4-Version nicht besser aussah. Die Auflösung, Framerate und die Dichte der Assets hätten bei der PS4 höher sein können, aber dies wurde abgelehnt, um Probleme mit Microsoft zu vermeiden. – unbekannte Quelle von VG247

Zu einer ähnlichen Debatte kam es bereits im Februar 2016. Damals hieß es, die PC-Version sähe absichtlich nicht besser aus, um den Konsolen nicht den Rang abzulaufen. Ob an den nun aufgekommenen Behauptungen etwas dran ist, werden wir vermutlich nie erfahren. Am Ende erschien das 4K-Update für Sony’s Playstation 4 Pro viele Monate vor dem Patch für die Xbox One X. Weder Microsoft noch Ubisoft haben sich bisher zu den Vorwürfen geäußert.

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3 Kommentare

  1. Hatoba 5. September 2018, 23:59 Uhr

    Wie unerheblich traurig, jetzt müsste jeder PC-Spieler anfangen zu heulen, weile beide Konsolen für ein massives Downgrade für die protenteste Plattform gesorgt haben (die engine ist schon damals zu mehr fähig gewesen).
    Einerseits schade, daß es keine wirklichen PC-Spiele mehr gibt (aufgrund der Limitierung der Konsolen), andererseits, genau diese bringen Geld ein um große Spiele entwickeln zu können.

    Verdammter Teufelskreis der vielen auf den Magen schlägt, aber trotzdem wollen alle immer bessere Spiele die anders nicht zu finanzieren sind.
    Wir sollten endlich mal, auch in den Medien, registrieren das die Entwicklung für eine Plattform eine schnellen tot eines guten Entwicklers zufolge haben kann {CD-Red mal ausgenommen), selbst Rockstar ist diesen weg gegangen.

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  2. Raini 5. September 2018, 18:30 Uhr

    Downgrading liegt ganz sicher nicht an „technischen Limitierungen oder zu ambitionierten Entwicklern“. Die Rahmenbedingungen sind bei den Entwicklern bestens bekannt Das ist schlichtweg Marketing und pure Absicht. Ich erinnere mich da an die Markteinführung von „Pringles“. Die hatten kurz davor Proben verteilt. War so lecker, dass ich mir sofort welche gekauft habe. Eine riesen Enttäuschung. Hat viel schlechter geschmeckt als die Probe.
    Das andere nennt man Exklusivverträge. Da sind solche Forderungen immer noch besser, als ein Spiel für eine Plattform gar nicht zu produzieren. Siehe God of war.

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  3. Adrian 5. September 2018, 17:59 Uhr

    Wer ne Xbox hat tut mir schon irgendwie leid :-P

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