The Division SotG: Aktuelle Probleme und Statistiken

State of the Game

Nach einer dreiwöchigen Sommerpause traten die Community Developer Hamish Bode und Yannick Banchereau erstmals wieder für eine neue Episode State of the Game auf Twitch vor die Kamera. Doch wer nun erste handfeste Infos zum Überleben-DLC für Tom Clancy’s The Division erwartet, wird enttäuscht. Stattdessen gab man der Diskussion aktuell vorherrschender Probleme den Vorrang und legte einige Statistiken offen.

Auch wenn es heute keine Infos zum Überleben-DLC gab, stellte man aufregende Neuigkeiten für die Nahe Zukunft in Aussicht. Doch es lag dem Team bei Massive am Herzen, heute zunächst die akuten Probleme des Spiels und Sorgen der Community aufzuarbeiten. Man wolle nicht den Eindruck erwecken, dass Spieler mit neuen Inhalten eingedeckt werden, um alte Probleme unter den Teppich zu kehren. Stattdessen möchte man sich die Probleme zur Brust nehmen und wieder für eine angenehme Spielerfahrung sorgen.

Probleme

Ein Sorgenkind stellt die Dark Zone dar. Die Mischung aus teils zu schweren NPCs, die Spieler mit nur einem Schuss niederstrecken, und Spieler-Gruppen, die mit den starken Boni von Ausrüstungs-Sets wie “Ruf der Wache”, “Rückholer” oder “DeadEYE” über andere Teams nur so hinwegfegen, führt zu sehr viel Frust und trübt die Erfahrung. Klar, die Dark Zone ist ein Bereich in dem die PvE- und PvP-Welt aufeinander treffen, doch die Balance muss in sich stimmig sein, weshalb man in diesem Fall an mehreren Stellschrauben drehen müsse.

Als ein weiteres großes Problem wurde die Skalierung genannt. Im Bereich von Level 1 bis 30 skaliert das Spiel im Hinblick auf die Schwierigkeit der Gegner und der Belohnungen in Form von neuem und besserem Loot sehr gut. Doch wenn man das Endgame erreicht, wird es eine verdammt zähe Angelegenheit. Nicht nur, dass man sehr lange für eine verbesserte Ausrüstung spielen muss, auch Gegner werden zu schnell zu mächtig. Das zeigt sich allein schon bei der Anzahl an Kugeln, die gebraucht werden, um einen Level 35 Gegner zu töten. Das haben auch die Entwickler verstanden und gaben klar zu verstehen, dass sich an dieser Stelle etwas Grundlegendes ändern müsse.

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Hinzu kommt die Tatsache, dass einige Ausrüstungs-Sets im Vergleich anderen Sets wie “Ruf der Wache” einfach zu schwach und uninteressant sind, was ihre Boni angeht. Erhält man Teile dieser Garnituren als Belohnung für den Abschluss einer schwierigen Mission, ist die Enttäuschung oftmals groß. So sind die wöchentlichen hochrangigen Ziele trotz der Änderungen am Loot-Table noch immer nicht interessant genug, weil nach wie vor zu viele Teile des scheinbar nutzlosen Sets “Einsamer Held” droppen. Dazu gesellen sich die benannten Waffen, die eigentlich etwas Besonderes darstellen sollen, aktuell aber zu schwach sind und keinerlei Vorteile bieten.

The Division ist ein Spiel, bei dem es ums Loot geht. Die Skalierung der Belohnungen stimmt mit der steigernden Herausforderung in den einzelnen Schwierigkeitsgraden nicht überein. Hamish betonte, dass es nicht sein kann, dass man die Ausrüstung, die man für den Schwierigkeitsgrad “Herausfordernd” benötigt, auch in herausfordernden Missionen erspielen muss. Viel sinnvoller wäre es, die Ausrüstung für den nächsthöheren im darunter gelegenen Schwierigkeitsgrad zu erhalten.

Von den großen Themen wie Dark Zone, Skalierung, Ausrüstungs-Sets und Belohnungen abgesehen, habe man die zahlreichen anderen Themen noch immer auf dem Schirm. Dazu gehören das im Endgame nutzlose Lumpensammeln, die Performanceprobleme auf allen Plattformen (vorrangig Xbox One), die zwar gebufften aber noch immer ziemlich nutzlosen Leistungs-Mods oder auch die mehr als nervige Verzögerung beim Erste-Hilfe-Skill, sowie die immer mal wieder komplett versagenden Skills. Auch die Tatsache, dass Waffenskins noch immer Platz im Inventar wegnehmen, wird vom Team als störend empfunden und soll angegangen werden. Das von uns kürzlich angesprochene und völlig sinnlose Cap für kosmetische Items wurde ebenfalls genannt.

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Adäquate Lösungen zu finden dauert jedoch seine Zeit. Über die nächsten Wochen hinweg werde man hart daran arbeiten, die Baustellen zu beseitigen und das Spiel wieder auf Kurs zu bringen. Man spürte während des gesamten Streams, dass es den beiden Community Developern selbst nicht gefällt, wie The Division derzeit dasteht. Es herrschte eine ungewohnt bedrückende Stimmung.

Statistiken

Zuletzt gewährte man den Zuschauern noch einen kleinen Einblick auf ein paar Statistiken, die ebenfalls die Probleme des Spiels deutlich machen. Eines vorweg: Die Zahlen wurden anhand aktiver Spieler ermittelt, die sich innerhalb der letzten 7 Tage einloggten. So haben nur 1% der Spieler, die Zugriff auf den Untergrund-DLC haben, bereits die maximale Stufe 40 erreicht. Die Hälfte aller Spieler ist noch unter Rang 13. Somit liegen 49% der Spieler irgendwo zwischen Rang 14 und 40. Hier zeigt sich deutlich das Problem der zu schlechten Belohnungen und zu starken Skalierung von Gegnern. 

28% der Spielzeit, die aktive Spieler in das Spiel investieren, verbringen sie in der Dark Zone. Zum Erstaunen der Zuschauer und der Entwickler ist diese Zahl im Vergleich zum Wert von vor 4 Wochen nahezu identisch geblieben. Nach dem Release des Untergrund-DLC hätten an dieser Stelle viele einen Rückgang vermutet.

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Ebenfalls interessant ist die Aufteilung des Gear Scores. So besitzen 47% aller aktiven Spieler einen GS von mehr als 230 und können somit an den schwierigsten Missionen teilnehmen und sich in das höchste Bracket der Dark Zone wagen. 30% der Agenten besitzen noch immer einen Gear Score von unter 200. Auch an der mauen Beteiligung der Spieler an den Übergriffen kann man die Probleme ablesen. Nur 14% aller Spieler wagen sich an den Drachenhort, 8% an Falcon verloren und 4% an Klarer Himmel.