Steuert The Division mit euren Augen: MSI und Tobii machen es möglich (Update: Videodemonstration)

Update

The Division kommt mit Tobii Eye-Tracking Unterstützung

Das Steuern der Charaktere in Tom Clancy’s The Division mit Maus und Tastatur oder Gamepad ist euch zu langweilig? Kein Problem, denn wie nun bekannt wurde, unterstützt der Openworld-RPG-Shooter aus dem Hause Massive Entertainment die Eye-Tracking-Technologie von Tobii. Diese erlaubt es euch, den eigenen Agenten auch mit den Augen zu steuern. Das erste Notebook mit integrierter Technik von Tobii kommt von MSI und wurde just auf der CES in Las Vegas vorgestellt.

Die Spielfigur allein durch ein paar simple Augenbewegungen zielen und schießen oder an einer Zipline hinuntersausen lassen? Eine Partnerschaft zwischen Ubisoft und dem schwedischen Eye-Tracking-Marktführer Tobii macht es möglich. Schon in Assassin’s Creed Syndicate ist das – die nötige Hardware vorausgesetzt – keine Zukunftsmusik mehr. Zusammen mit MSI will man die Technologie nun einem breiteten Publikum zugänglich machen und bietet mit dem GT72S Tobii (ab 2.500 Euro) das erste Notebook mit integrierter Tobii Eye-Tracking-Technologie an.

Beim Eye-Tracking handelt es sich um eine Technik, die Bewegungen der Spieleraugen mit drei Infrarot-Kameras unter dem Display erfasst. Sogar in Assassin’s Creed Rogue findet sie bereits Verwendung und dient als Ersatz für das klassische Fadenkreuz. Je nachdem wo man auf dem Monitor hinsieht, dort sieht auch die Held Shay Cormac hin. Wer sich nicht extra ein neues Notebook kaufen möchte, kann die nötige Hardware auch separat, zum Beispiel in Form des Steelseries Sentry für etwa 250 Euro, erwerben.

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Mit The Division steht der nächste Titel in den Startlöchern, der das Eye-Tracking unterstützt. Details zum Umfang der Funktionalität sind noch nicht bekannt, sollen aber in Kürze enthüllt werden. Wer weiß, vielleicht wirft man eine Sticky Bomb mit einem einfachen Blick vor die Füße der Cleaner oder wechselt per Zwinkern die Deckung. Was haltet ihr von der Technik? Eine sinnvolle Ergänzung des Spielerlebnisses oder überflüssiger und womöglich unausgegorener Schnickschnack? Wir sind auf eure Meinung gespannt!

Update, 17.02.2016

Ein neues Video von Tobii zeigt nun erstmals, wie das Eye-Tracking in The Division funktioniert. Unabhängig von der ausschlaggebenden Präzision wird schnell klar, dass die Technik einige Vorteile mit sich bringt. HUD und UI sind deutlich aufgeräumter, da benötigte Elemente erst dann eingeblendet werden, wenn man auf entsprechende Bereiche (z.B. Deckungsmöglichkeit) des Monitors blickt. Das EyeX Feature erlaubt sogar, bestimmte Orte auf der Karte zu markieren und hervorzuheben, was die Nutzung noch angenehmer macht.

Selbst das Zielen oder Werfen von Granaten gestaltet sich sehr simpel. Man schaut einfach auf eine bestimmte Stelle und drückt eine Taste, schon wird die Kamera zentriert oder ein Gegner markiert. Kritik könnte von Seiten der Spieler kommen, die in der Dark Zone gegen andere Agenten spielen, die auf die Eye-Tracking-Technologie setzen. Wenn ein Blick genügt um einen Gegner ins Visier zu nehmen, könnten selbst geübte Spieler mit Maus und Tastatur ein Nachsehen haben. Freilich muss sich das erst noch in der Praxis zeigen und auch der Anteil an Spielern, die mit Tobii-Technik ausgestattet sind, dürfte schwindend gering sein. Weitere Infos gibt’s auf der offiziellen Webseite von Tobii.