The Division Podcast – Episode 2: Die Musik

The Division Podcast - Episode 2

Kurz nachdem der offizielle Podcast zu Tom Clancy’s The Division startete, wurde nun die zweite Episode veröffentlicht. Diesmal spricht Communication Artist Hamish Bode mit Ola Strandh und Simon Koudriavtsev, die sich bei Massive Entertainment um Soundtrack sowie Sounddesign kümmern und dafür sorgen, dass The Divsion auch ein großartiges Erlebnis für die Ohren wird.

Episode 2 – Die Musik

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Zusammenfassung

Wer sich den fast 40-minütigen Podcast nicht zu Gemüte führen möchte, für den haben wir die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

Ola Strandh, Komponist des Soundtracks, arbeitete eine Woche lang nur an der Musik des E3 Reveal-Trailers. Dabei entstanden etwa 30 Minuten Soundtrack, wovon letztlich nur eine Handvoll Verwendung fand. Der größte Aufwand war das Mixing; abgesehen von den unzähligen kleinen Änderungen, bis die Musik die Stimmung des Trailers perfekt reflektierte.

Inspiration für den Soundtrack lieferten vor allem die Synthesizer aus den 80er Jahren. Ideen für neue Musikstücke kommen Ola oftmals durch das Rumspielen an den Knöpfen seiner digitalen Synthesizer am PC. Für die Arbeiten an The Division grub der Komponist auch die alte Drummachine seines Bruders aus, doch ob davon etwas im fertigen Spiel zu hören sein wird, konnte er nicht mit Sicherheit sagen. Simon Koudriavtsev war jedenfalls sehr davon angetan. Natürlich kommen auch klassische Instrumente, wie Percussions zum Einsatz. Schon bevor die Arbeiten am eigentlichen Soundtrack begannen, stand für Ola fest, dass die Musik von Percussions und Synthie-Klängen geprägt sein werde.

Die Musik im Spiel passt sich den Situationen des Spielers an, sodass auf diese Weise eine große Dynamik entsteht. Es entstehen Tracks für jeden Bereich des Spiels: Das freie Erkunden von New York, spezielle Missionen oder die Dark Zones. Mit früheren Spielen, für die pro Level ein Musikstück komponiert wurde, hat die Arbeit längst nichts mehr am Hut. Das Sounddesign unterscheidet auch zwischen den einzelnen Fraktionen im Spiel. Das Spotten der brandgefährlichen Cleaner, wird beispielsweise von unheimlichen, Blade Runner ähnlichen Synthie-Klängen begleitet. Wer also gut hinhört, kann schon anhand der Musik erkennen, womit er es zu tun bekommt.

Damit stets die richtigen Töne aus euren Boxen schallen, prüft ein System im Hintergrund diverse Parameter ab und wählt den jeweils geeignetsten Track aus. In welchem Areal befindet man sich? Freie Erkundung, Mission oder Dark Zones? Wird gekämpft oder erkundet? Hält man sich im Freien, einem Gebäude oder gar einem Tunnel auf? Befindet sich der Spieler auf dem Erdboden oder auf einem Dach? Ist ein Gegner in der Nähe? Welche Art von Gegner? Wie ist das aktuelle Wetter? All das sind Variablen, die vom System geprüft werden und dabei längst nicht alle. Natürlich wird davon nicht nur der Soundtrack beeinflusst, auch sämtliche Sounds werden darüber gesteuert.

Simon ergänzt, dass es dem Team sehr wichtig ist, dass sich Spieler nicht von der musikalischen Untermalung genervt fühlen. Es sei entscheidend, die richtigen Momente zu finden, in denen Musik hinzugeschaltet wird. In Situationen, wie besonderen Missionsereignissen oder der Einführung eines Charakters, möchte man eine Stimmung erzeugen, die der eines Kinofilms nahekommt.

Großes Augenmerk legt man auch auf die Umgebungsgeräusche. Ein Team fuhr extra nach New York, um dessen typische Soundkulisse einzufangen. Ein weiteres Element, welches das Sounddesign vervollständigen wird, ist Musik, die in der Spielwelt aus Radios schallt und Musiker, die ihr Repertoire in den Operationsbasen zum Besten geben.

Der Soundtrack von The Division wird voraussichtlich komplett digital entstehen; das Einspielen der Musik von einem Orchester würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Ola Strandh gibt zu verstehen, dass digital erzeugte Musik heutzutage zudem sehr gut klänge und ihm die benötigten Freiheiten ließe. Spieler, die mit Ingame-Musik überhaupt nichts anfangen können, finden im Optionsmenü die Möglichkeit, diese komplett zu deaktivieren.

So viel zur zweiten Episode des The Division Podcasts. Alle weiteren Episoden findet ihr auf unserer Übersichtsseite. Eure Meinung zur Gestaltung der Musik und des Sounddesigns hören wir liebend gerne in unserem Forum oder den Kommentaren.